Jan Gidion

Jan Gidion

“Ich, Jan Gidion, bin mindestens im Herbst des Lebens angekommen. Ich male seit einigen Jahren (anfangs mit Acryl-, heute mit Ölfarbe) Personen meiner Familie, Stilleben und immer wieder Naturlandschaften. Ich möchte im Folgenden kurz beschreiben, was mich umtreibt und mit welchem gedanklichen Hintergrund meine Landschafts­bilder entstehen. Seit ich denken kann wurde ich sensibilisiert für die Natur und ebenso lange erlebe und erleide ich eine stete Verschlechterung der Umweltsituation. Artensterben, Flächenversiegelung und Ressourcenverbrauch, sowie Boden­verseuchung, Luft- und Wasserver­schmutzung schreiten ungebremst voran. Immer mehr Autos verpesten die Umwelt. Immer mehr Flugzeuge, immer mehr Schiffe erfordert unser Lebens­wandel. Die Menschen wollen das und fragen das nach. Naturschutz als Lippenbe­kenntnis ja, das finden viele gut. Das eigene Verhalten zu hinterfragen und daraus Konsequenzen zu ziehen, gelingt nur sehr wenigen. So steht die Natur weiter auf verlorenem Posten und wird zertrampelt, benutzt und entsorgt, immer weiter, immer schneller, ohne erkennbares Ende. Wir fahren mit unserem Lebenswandel die Welt gegen die Wand! Das kann jeder sehen, der die Augen aufmacht. Wachstum und Verbrauch sind die Götter, denen wir frönen! Viele Tier- und Pflanzenarten verschwinden einfach, sterben aus – ohne das wir Notiz davon nehmen, für die meisten Menschen unbemerkt.

Diese Zustandsbeschreibung ist kein übertriebenes Schreckensbild , sondern nüchterne Realität und von jedem erlebbar! Wir schauen lieber weg, nach dem Motto: “Da darf man gar nicht drüber nachdenken”. Es interessiert einfach auch kaum einen Menschen, es fehlt die Empathie für die Natur und dadurch die Sensibilität, die Zerstörung von Naturräumen wahrzunehmen. Mich aber beschäftigt das Thema immens!
Um bei der Beobachtung der Situation nicht in depressiven Gedanken zu versinken, benötige ich von Zeit zu Zeit diese Ausflüge in die Natur, quasi wie jemand, der aus tiefen, trüben Wassern hastig an die Oberfläche strebt, um an lebensnotwendige Luft zu gelangen.
Nur in einem intakten Naturraum kann ich noch ungetrübtes Glück empfinden. Es gibt nicht mehr viele solcher Orte. Dort erlebte, besondere Momente versuche ich in meinen Bildern festzuhalten.”

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